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Latest Posts by Heiko @ Real Scientists DE

Wichtig: Schwerpunktthema (Umgang mit) Depression, Ausschnitte davon setze ich auch gerne bei Trainings ein: www.ardmediathek.de/video/chez-k...

30 minutes ago 1 0 0 0

Vielen Dank für diese Perspektiven! Auch das ein möglicher Auftrag von Wissenschaft(skommunikation): Klarheit stiften bei gleichzeitigem, beherztem Einladen zu: "Kommt drauf an".

36 minutes ago 1 0 0 0

... der Weg ist der Weg: Danke für Ihre Offenheit.

42 minutes ago 1 0 1 0

Und: Selbst- (vielleicht auch: internalisiertes) Stigma abzubauen ist mehr als "Kopfarbeit". Es braucht Umgebungen, die das Sprechen sicher machen. Peer-Support, Selbsthilfe, eine Community wie diese hier. Entstigmatisierung nicht als Einzelprojekt – als gemeinsames. 💬

1 hour ago 1 0 0 0

(*Cave: In dieser Evaluations-Studie zeigten sich keine positiven Effekte auf Selbststigma oder Empowerment, jedoch auf stigma- und offenbarungsbezogenen Stress, Verheimlichungsverhalten, und erlebte Vorteile von Selbstoffenbarung, mit unklarer zeitlicher Stabilität.)

1 hour ago 0 0 1 0

Die "gute" Nachricht: Selbststigma ist nicht unveränderbar. Programme wie "Coming Out Proud" (doi.org/10.2105/AJPH...; evaluiert: doi.org/10.1192/bjp....) deuten an: Wer lernt, selbstbestimmt über die eigene Erfahrung zu sprechen, reduziert ggf. Scham und gegenstandsbezogenen Stress.

1 hour ago 1 0 1 0

Ihr Impuls unterstreicht sehr greifbar: Stigma ist nicht nur "böse Meinungen anderer". Es kann verinnerlicht aktiv Genesung blockieren – z.B. durch Label Avoidance: Meiden von Diagnose & Behandlung, um das Etikett zu vermeiden.

1 hour ago 0 0 1 0

Corrigan & Watson (2002) beschreiben dabei 4 Stufen: 1) Ich kenne das Stigma. 2) Ich stimme ihm zu. 3) Ich beziehe es auf mich. 4) Mein Selbstwert sinkt. Am Ende kann der "Why try"-Effekt stehen: "Warum Hilfe suchen, wenn ich eh nicht gesund werden kann?" (psycnet.apa.org/doi/10.1093/...)

1 hour ago 0 0 1 0

Danke für's Weiterdenken! Das aus psych. Forschung zu Ihrem Beispiel vermutlich gut passende Konzept wäre ggf. Selbststigma (Self-Stigma): Betroffene übernehmen die negativen Stereotype (wo auch immer diese herkommen mögen) und wenden sie gegen sich selbst.

1 hour ago 0 0 1 0
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Im Sinne von Prävention ist vielleicht sogar mittel- bis langfristig durchaus sinnvoll und zieldienlich, sich introspektiv und achtsam mit sich selbst auseinanderzusetzen?

1 hour ago 1 0 1 0

Intuitiv vielleicht sinnvoll, dass eine intensivere Beschäftigung mit der eigenen psych. Gesundheit auch sensibler macht für Veränderungen im eigenen Erleben; hier könnte eine fruchtbare Idee sein, über diesen Effekt/"Nebenwirkung" im Vorfeld aufzuklären.

1 hour ago 1 0 1 0

Auch wenn "universelle" Ansätze hilfreich zu sein scheinen, sind diese in der Größe und Dauer ihrer Wirksamkeit im Mittel klein bis moderat (doi.org/10.1111/inm.13494). Es kann sogar vorübergehend dazu kommen, dass Menschen nach solchen Trainings mehr Belastung erleben (doi.org/10.1016/j.co...).

1 hour ago 1 0 1 0

... und et bliev nix wie et wor! In der Tat ist das eine spannende, aktuell diskutierte Frage, wie Trainingsprogramme so anpassen (sei es didaktisch oder in der interpersonellen Kombination), dass sie möglichst die Vielfalt der Teilnehmenden dahingehend unterstützen, Entwicklung gut zu begleiten.

1 hour ago 2 0 1 0

@laburrini.bsky.social, ist da etwas für Sie dabei?

@Community: Was denkt ihr: Hilft es, psychische Störungen als "multifaktoriell bedingt" zu verstehen – oder fühlt sich das abstrakt an? Hat Euch etwas überrascht, zum Nachdenken angeregt, ...? Bin gespannt! 💬 Guten Appetit!

2 hours ago 5 0 1 0
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Psychologische Unterstützung: Wer hilft mir wann? Ängste, Schlaflosigkeit, Trauer: Eine Straftat hinterlässt häufig auch Spuren, die unsichtbar sind. Zahlreiche Stellen bieten professionelle Unterstützung bei der Verarbeitung des Erlebten an.

Was ich zum Thema Verantwortung nicht verschweigen mag: Natürlich kann professionelle Unterstützung helfen, einen Umgang mit Leid zu finden, mehr zu verstehen. Hier eine Übersicht vieler, teils auch sehr niedrigschwelliger Hilfsangebote (z.B. Chat, Telefon): www.hilfe-info.de/Webs/hilfein...

2 hours ago 3 0 1 0

... zwischen Bedingtheitsdiskurs vs. Begründungsdiskurs. Im Bedingtheitsdiskurs "passiert" Menschen etwas. Im Begründungsdiskurs handeln Menschen AUS GRÜNDEN – auch wenn Verhalten leidvoll ist. Hier zwei Lesezeichen: www.glasnost.de/autoren/krau...; www.kritische-psychologie.de/files/FKP_36...

2 hours ago 3 0 1 0

Es gibt noch viele weitere Ansätze, die hier den Rahmen sprengen würden, aber ich möchte kurz die kritische Psychologie zumindest benennen, die sich subjektwissenschaftlich versteht und z.B. Unterscheidung vorschlägt ... ⬇️

2 hours ago 2 0 1 0
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Daher mag es zuversichtlich Stimmen, dass das Wissen um/die Vertrautheit mit diesen Konstrukten diskriminierende Reaktionen zu reduzieren vermag (pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/12866388/).

2 hours ago 2 0 1 0

(**Vielleicht ein plattes Beispiel, es soll mehr veranschaulichen, dass es sich lohnt, nicht zu vergessen, dass es sich um Konstrukte handelt.)

2 hours ago 2 0 1 0

Ist eine Person mit einem, sagen wir, BDI (Depressions-Fragebogen) Wert von 14 (unterer Cutoff milde Depression) "weniger mild depressiv" als eine Person mit einem Wert von 19 (oberer Cutoff milde Depression)?**

2 hours ago 4 0 1 0

Und dann bleibt auch die Frage, wie – wenn Menschen die Kriterien zur formalen Vergabe einer psych. Diagnose erfüllen – das vergleichbar ist. Psych. Gesundheit ist nicht die Abwesenheit von Krankheit (WHO), sondern verändert sich & liegt auf einem Kontinuum, so heutig vorherrschende Auffassung.

2 hours ago 4 0 1 0

Da es mir gerade auf den Bildschirm flog: "Alle Erklärung muß fort, und nur Beschreibung an ihre Stelle treten" (Wittenstein, 1999, 109, www.wittgensteinproject.org/w/index.php/...). Nicht zu 100%, natürlich braucht es auch Erklärungen, um gezielt intervenieren zu können.

2 hours ago 2 0 1 0

Es mag eine Idee sein, dass Diagnosen die effektive Kommunikation zwischen Fachpersonen erleichtern, aber es gibt auch Stimmen, die betonen, das sich präsentierende Phänomen dürfe nie aus den Augen verloren werden.

2 hours ago 3 0 1 0

(Hier eine Einführung in Neuerungen im ICD-11: doi.org/10.1007/s00278-024-00720-x)

2 hours ago 2 0 1 0

Wichtig ist daher, im Kopf zu behalten, dass Diagnosen künstliche Einheiten sind, die sich geschichtlich wandeln. Die neue ICD-11 (World Health Organization) und das DSM-5-TR (American Psychological Association) etwa nehmen eher dimensionale Ausprägungen an.

2 hours ago 5 0 1 0

Daraus könnte man, wenn man wollte, nun ableiten: "Du kannst nichts dafür, du bist krank" sei als Stigma-Strategie nur bedingt hilfreich. Es kann sogar essentialistisches Denken fördern: "Menschen sind halt so, grundlegend anders." Das kann Distanz erhöhen statt sie abzubauen.

2 hours ago 6 0 1 0

Es gibt ein Paradox bei Entstigmatisierung. Eine Meta-Analyse von Kvaale et al. (2013) fand: Rein biogenetische Erklärungen ("Hirnkrankheit") reduzieren bei Laien zwar Schuldzuschreibungen – erhöhen aber wahrgenommene Gefährlichkeit & sozialen Abstand. (doi.org/10.1016/j.so...).

2 hours ago 6 0 1 0
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Da die Frage nach #Verantwortung aufkam, anknüpfend: Niemand "entscheidet sich" für eine psychische Störung. Es ist kein persönliches Versagen. Es ist ein multifaktorielles Geschehen – mit biologischen, sozialen, lebensgeschichtlichen Anteilen.

2 hours ago 7 0 1 0

Wiederum können ähnliche Erfahrungen und Ausgangsbedingungen bei unterschiedlichen Menschen zu unterschiedlichen Symptomen (Äquifinalität) und umgekehrt (Multifinalität, unterschiedliche Ausgangsbedingungen zu ähnlichen Symptomen) beitragen.

2 hours ago 5 0 1 0

Das ist kein Automatismus und bei unterschiedlichen klinischen Erscheinungsbildern spielt z.B. genetische Veranlagung unterschiedlich starke Rolle. Schizophrenie z.B. tritt familiär häufiger auf, zählt daher – im Vergleich zu z.B. Zwangsstörungen – zu den Bildern mit mehr genetischer Komponente.

2 hours ago 4 0 1 0