Ungleicher Zugang zur Kita
Kinder und Familien mit Migrationsgeschichte und insbesondere rassifizierte Kinder erleben einen erschwerten Zugang zu frühkindlicher Bildung.1
Familien mit Migrationsgeschichte haben trotz geäußerten Bedarfs deutlich geringere Chancen auf einen Kitaplatz.2
Auch sprachliche oder herkunftsbezogene Zuschreibungen spielen bei der Platzvergabe eine Rolle.1
Mehrsprachiges Aufwachsen wird als Defizit gerahmt
Realität:
Mehrsprachigkeit ist gesellschaftlicher Alltag: Kinder wachsen häufig mit mehreren Sprachen gleichzeitig auf.
Familien entwickeln vielfältige mehrsprachige Sprachpraktiken im Alltag.
In Kita und Schule fehlen jedoch häufig:
pädagogische Konzepte für den Umgang mit Mehrsprachigkeit,
ausreichend qualifiziertes Personal,
sprachsensible und sprachanregende Pädagogik im Alltag.
Sprachtests Und verpflichtende Maßnahmen können strukturelle Reformbedarfe nicht ersetzen
Sprachtests sind häufig an einsprachigen Normen orientiert.
Mehrsprachigkeit kann fälschlich als Defizit bewertet werden.
Ein defizitärer Umgang mit Mehrsprachigkeit kann frühe Selektion und Segregation im Bildungssystem verstärken.
Was stattdessen gebraucht wird:
Abbau von Diskriminierung im Zugang zu Kitas.
Alltagsintegrierte Sprachbildung und ein professioneller Umgang mit Mehrsprachigkeit.
Stärkere Zusammenarbeit mit Familien und rassismuskritische Strukturen in Bildungseinrichtungen.
Institutioneller #Rassismus in #Kitas
Frühkindliche Bildung kann sich positiv auf den gesamten Bildungsverlauf auswirken. Doch das trifft nicht bei allen zu.
Kinder und Familien mit Migrationsgeschichte und insb. rassifizierte Kinder erleben einen erschwerten Zugang zu frühkindlicher #Bildung.